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Ein erfolgreiches Wochenende für die Mainzer Teams.
Zunächst einmal muss man hervorheben, dass die Mainzer zusammen mit den Kölnern der einzige Verein waren, der es geschafft hat mit drei Teams zur DM zu fahren. Die zweite Mannschaft hat die Qualifikation für die dritte Liga gemeistert, die Mainzelmädchen den Sprung in die erste Liga geschafft und die Feldrenner waren als Titelverteidiger wieder einmal Mitfavorit für den Sieg der ersten open Liga. An drei Tagen spielten die drei Teams in Köln auf einem riesigen Gelände um die besten Platzierungen. Freitag Der Freitag begann für die zweite Mannschaft mit einer knappen und unnötigen 12:15 Niederlage gegen Kobold (Bremen/Osnabrück). Neben 4 Junioren und einigen Spielern mit 2-5 Jahren Frisbee-Erfahrung wollten auch die „alten Hasen“ Jürgen und Felix die zweite Mannschaft unterstützen. Leider wurde Jürgen kurz vor der DM krank und Felix konnte erst am Samstag anreisen. So fehlten in den entscheidenden Situationen der sichere Pass und die Spielkontrolle. Die Mainzelmädchen durften sich ebenfalls ärgern, da sie nach überraschend starkem Start und einer 4-Punkte-Führung gegen die späteren Fizemeisterinnen Jinx noch mit 11:15 verloren. Allerdings ließ das gute Spiel gegen ein starkes Team noch viel für das Turnier erwarten. Besser erging es Feldrennern, die gegen ein nur pro forma angereistes Team aus Sauerlach ohne Schwierigkeiten gewinnen konnten. Im zweiten Spiel des Tages unterlagen die Mainzelrenner dem späteren Drittliga-Sieger aus Düsseldorf sehr deutlich mit 15:5. Die Mainzelmädchen wollten nun aber unbedingt gegen die GoHo Girls aus Stuttgart gewinnen. In den letzten Jahren waren die Stuttgarterinnen meist etwas stärker gewesen. Leider blieben sie auch dieses Jahr wieder vorne und konnten – ebenfalls nach zwischenzeitlicher Mainzelmädchen-Führung – mit 15:12 gewinnen. Wieder waren es die Feldrenner, die die Mainzer Ehre bewahren mussten. Im Spiel gegen die sehr Laufstarken und jungen Heidees aus Heidelberg nahm der Feldrennerzug nun richtig an Fahrt auf. In einem guten Spiel wurden die Heidees, gegen die in dieser Saison schon viele knappe Duelle gespielt worden waren, mit 15:7 geschlagen. Der direkte Sprung ins Halbfinale war in greifbarer Nähe. Damit war der Freitag aber noch nicht vorbei. Alle Teams hatten noch ein Spiel vor sich. Die Mainzelrenner, die noch auf den ersten Sieg warteten, mussten gegen eine Mannschaft aus Hannover antreten. Da Hannover nicht als Frisbee-Hochburg bekannt ist wurden sich – zu Recht – Chancen auf einen Sieg ausgemahlt. Allerdings wurde wieder einmal, wie schon zum Turnierauftakt, das Spiel leichtfertig aus der Hand gegeben und mit zu vielen unnötigen Fehlern der Gegner stark gemacht, so dass letzten Endes wieder eine knappe 12:15 Niederlage auf dem Konto der zweiten Mainzer Open-Mannschaft stand. Noch schlechter erwischten es die Mainzelmädchen, die sich gegen ein gutes Team aus Freiburg nur zu einem einzigen Punkt aufraffen konnten. 1:15! In beiden Teams war die Stimmung am Boden. Für die Feldrenner ging es im Spiel gegen Stuttgart nun schon fast um den Gruppensieg, damit verbunden ein Spiel weniger am Samstag. Entsprechend motiviert und engagiert spielten sie auch auf und konnten mit viel Arbeit, aber ohne große Gefahr 15:10 gewinnen. Beste Laune und Optimismus beherrschte die Stimmung beim Deutschen Meister, auch wenn der andere Pool als etwas stärker eingeschätzt wurde. Samstag Am Samstag starteten die Mainzelmädchen wieder mit einer Niederlage. Es wollte sich einfach kein Erfolg einstellen. Besser trafen es die Mainzelrenner, die als Außenseiter in das Spiel gegen die zweite Mannschaft aus Köln gingen. Diese hatten Tags zuvor nur knapp gegen Düsseldorf – den späteren Drittligaersten – verloren. Nach einem nervenaufreibenden Spiel konnten sie sich mit 15:13 durchsetzen und in den Köpfen der jungen Mannschaft setzte sich ein kleines „wir können es ja doch“ fest. Eine gute Erfahrung, die hoffentlich viele im Gedächtnis behalten werden für ähnlich knappe Spiele. Auch die Feldrenner konnten am Samstag gegen Karlsruhe gewinnen. Ein entspanntes 15:10 um 14:45 Uhr, da ein Sieg nicht mehr nötig war um Gruppenerster zu werden. Für die Feldrenner war jetzt Ausruhen und vorbereiten auf das Halbfinale angesagt. Die Mainzelrenner konnten dank des Sieges gegen Köln gegen den Poolschwächsten des anderen Pools spielen und schlugen die sehr jungen Cultimaters klar und deutlich mit 15:2. Die 4 Junioren im Mainzer Spiel freuen sich aber schon auf ein baldiges Wiedersehen auf der Junioren-DM, wo es sicherlich weniger einseitig ausgehen wird. Für die Mainzelmädchen ging es nun um die Ehre. Am Sonntag gab es nur noch die absolut stärkste Mannschaft zu spielen, so dass gegen die Frizzley Bears-Damen die letzte (realistische) Chance auf einen Sieg bestand. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten sich die Damen dann auch endlich einmal durchsetzen und gewannen mit 15:10. Sonntag Der Sonntag begann mit einem klaren und erwartetem 3:15 der Mainzelmädchen gegen die Woodchicas. Bei den Mainzelrennern hingegen war durchaus nicht klar, wie das Spiel um Platz 7 der dritten Liga ausgehen würde. Der Gegner aus Darmstadt hatte seine Poolspiele oft knapp verloren und die Hannoveraner – gegen die die Mainzer Freitag noch selber verloren hatten – deutlich besiegt. Allerdings verlief alles bestens. Man konnte den gestärkten Teamgeist und das gestärkte Selbstvertrauen spüren. Darmstadt wurde mit 15:10 geschlagen. Damit war die DM für die zweite Mannschaft und die Damen (fast) beendet. Nun galt es die Feldrenner gegen den Widerstand der Frisbee-Gemeinschaft ins Finale und zur Titelverteidigung zu jubeln. Das Halbfinale der Feldrenner musste gegen die Hardfische aus Hamburg gespielt werden. Diese wurden 2006 im Finale noch geschlagen, allerdings gab es 2007 auch eine Niederlage im Halbfinale gegen Hamburg. Das spiel begann mit etwas neuem. Die Hamburger machten den ersten Punkt und Mainz lag – zum einzigen mal im Turnierverlauf – zurück. Allerdings wurde dies schnell wieder korrigiert und die Hamburger lange Zeit kontrolliert und auf drei Punkte Distanz gehalten. beim Stand von 11:8 für Mainz kam allerdings die einzige echte Schwächephase der Mainzer in diesen deutschen Meisterschaften auf und den Hardfischen gelang der Ausgleich zum11:11. Nun – wie Jens es formulierte – stand es wieder 0:0 und es wurde ein Spiel auf 4 Punkte gespielt. Da aber jeder im Mainzer Team ins Finale wollte, setzte jeder etwas mehr ein und die Hamburger konnten letztlich in einem sehr fairen Spiel mit 15:12 geschlagen werden. Aber es war ein knapp und spannend. Im anderen Halbfinale schlugen die Zamperl die Gastgeber aus Köln haushoch mit 15:6 und unterstrichen ihren Poolsieg und bewiesen den festen Willen zum dritten Mal deutscher Meister zu werden. Somit standen die beiden Poolsieger gegeneinander im Finale. Es begann ein interessantes Spiel. Die Feldrenner legten von Begin an noch etwas mehr in die Waagschale als in den Spielen zuvor und setzten die Zamperl in jeder Situation unter Druck. Aber auch diese spielten eine intensive Defence und machten den Mainzern das Leben schwer. Dennoch gelang es direkt nach der Halbzeit einen Vier-Punkte Vorsprung zu erarbeiten und im Gegensatz zu dem Spiel gegen Hamburg blieb die Schwächephase dieses Mal aus, so dass es dem Finale – zum Leidwesen der vielen Münchner Zuschauer – an Dramatik fehlte und die Feldrenner letztlich klar mit 15:11 gewinnen konnten. Allerdings ist das jammern auf hohem Niveau, denn das Spiel war sicherlich das beste der DM und ein würdiges Finale! Für Mainz geht es nun nach London und dort hoffentlich mit dem gleichen Engagement, der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Siegeswillen.
Wir haben viel zu Gewinnen!
(Text: Björn Felber) |